Lieblingsplätze

Fotoausstellung in Letter

Die TeilnehmerInnen des Fototreffs zeigen Bilder ihrer ganz persönlichen Lieblingsplätze in der aktuellen Ausstellung.

Die ersten Ideen zu diesem Thema sind in der Corona-Pandemie entstanden. Wir haben während des Lockdowns nach Wohlfühlorten zum Abschalten, Durchatmen und Kraft tanken gesucht. Wir durften monatelang nicht reisen und konnten unsere Neugier auf fremde Länder und atemberaubende Landschaften nicht befriedigen. Erst zögerlich haben wir uns dann wieder auf Entdeckungsreisen in die Nähe oder Ferne begeben.

Auf der Suche nach einem neuen Ausstellungsthema hatten wir die Idee „Heimat“ abzubilden. Schnell kam die Frage auf: was bedeutet Heimat für jeden von uns? Ist Heimat dort, wo wir herkommen oder hier, wo wir leben? Wir entschieden uns für Orte, an denen wir uns wohl fühlen, so entstanden unsere „Lieblingsplätze“. Zu jedem Bild gibt es eine kurze Information oder eine kleine Geschichte. Gehen Sie auf Entdeckungsreise durch diese Ausstellung – entweder virtuell oder live in der Geschäftsstelle der VHS in Letter.

Ich bedanke mich bei allen FotografInnen, die hier ihre Werke zeigen, und bei der Volkshochschule, die uns diese Präsentation ermöglicht.

Anne Marquard, Dozentin der VHS-Fototreffs

Egal wo – Hauptsache Meer – Petra Nölle

Am Meer zu sein ist wie nach Hause kommen. Sobald ich die Möwen schreien, das Meer rauschen höre und in die Weite schauen kann, bin ich einfach nur noch zufrieden.

Sicherer Hafen – Simone Plattner
Auf dem Darß, fast ganz oben an der Nord-West-Ecke der Halbinsel gibt es den Nothafen Darßer Ort. Dort liegen ein Seenotrettungskreuzer und zwei kleine Fischerboote. Obwohl er nur ca. 100 m Luftlinie von der Ostsee entfernt ist, strahlt der kleine Hafen eine wunderbare Ruhe aus: er ist windgeschützt, und von der Brandung ist dort nichts mehr zu spüren.
Ich kann mich dort meiner zweiten Leidenschaft neben der Fotografie widmen, der Malerei. Es sind dort viele Bilder entstanden, sowohl Aquarelle als auch Fotos. Ich liebe es, dort zu sitzen, aufs Wasser zu schauen, die Stille und die wärmende Sonne zu genießen. Das Foto gibt diese Stimmung wieder und weckt viele Erinnerungen.
Da der Zugang zum Nothafen regelmäßig versandet und freigebaggert werden muss, wird der Seenotrettungskreuzer nach Fertigstellung des neuen Inselhafens Prerow dorthin verlegt und die Natur an dieser Stelle wieder komplett sich selbst überlassen.

Beim Heurigen in Baden bei Wien – Robert Plattner
Das Bild ist an einem wirklich perfekten Abend entstanden. Es war der erste Tag unseres Österreich-Urlaubs. Wir hatten uns die schöne kleine Stadt Baden angesehen und waren abends in diesem Buschenschank gelandet, der schräg gegenüber unserer Unterkunft lag. Der totale Heimvorteil – besser geht es nicht!

Ein Buschenschank ist eine Besonderheit in Österreich: dort schenken WinzerInnen selbst erzeugten Wein aus. Zudem dürfen sie dort Most, Sturm, Schnaps, Trauben- und Obstsaft aus eigener Produktion anbieten, daneben Speisen wie Braten, Brot, Wurst, Speck, Käse, Eier, Brotaufstriche, Butter oder Mehlspeisen. Das Entscheidende: alles ist hausgemacht, Bier oder Kaffee z. B. gibt es dort nicht.
Ein „Heuriger“ ist nicht nur der junge Wein der letzten Ernte, sondern auch das Lokal, in dem er ausgeschenkt wird.

Wir hatten besonderes Glück: es gab dort nicht nur hervorragende Weine, sondern es herrschte auch eine sehr schöne Atmosphäre. Später setzten sich die Wirtsleute zu uns an den Tisch und freuten sich, dass wir als Touristen in ihr Lokal gekommen waren.
Keine Frage, dass wir die nächsten Abende, solange wir in der Gegend waren, auch dort verbrachten.

Einfach genießen – Meran 2000 – Jens Gerdes

Das Bild ist in Südtirol im Herbst entstanden. Wir fahren einmal im Jahr zum Wandern in diese schöne Gegend und kehren dann in dieser Hütte ein (Meran 2000). Der Ausblick ist traumhaft und das Essen in über 2.000 Meter Höhe sehr lecker. Hier spüren wir Freiheit, Weite, Entspanntheit und unglaubliche Ruhe. Absolut ideal, um Kraft zu tanken.

Meine Kamera mit den wichtigsten Objektiven von Weitwinkel bis Tele ist bei den Wanderungen immer dabei. In diesem Fall wurde die Aufnahme ganz entspannt beim Sitzen am Nachbartisch gemacht. Getränke und Essen waren bereits bestellt, der Blick ging in die Ferne …

Auf einen Kaffee mit Freunden – Steffi Gabor

Stellvertretend für ein Bier, ein Glas Wein, einen Tee, was auch immer 🙂. Spontan oder geplant: Zusammensein, klönen, lachen, weinen …

Hier fühle ich mich wohl – Wilhelm Böhm

Provenzalische Impressionen – Silvia Rosenthal

 

Die provenzalischen Dörfer sind ein guter Ort,  um alles um einen herum zu vergessen und einfach nur die Seele baumeln zu lassen.

Heimathafen – Helga Scholz-Dallow

Mein Lieblingsplatz liegt an der ostfriesischen Nordseeküste. Hier habe ich eine zweite Heimat gefunden und es zieht mich regelmäßig zu diesen beiden „Jungs“ im Hafen von Neuharlingersiel.

Die Skulptur vom alten Fischer und vom jungen Fischer symbolisiert für mich einerseits das Fernweh und die Sehnsucht nach dem Meer, aber auch die Heimatverbundenheit mit dem Land. Wie der alte Fischer schaue ich gerne Richtung Meer oder betrachte die Fischkutter, die von hieraus noch regelmäßig in der Nordsee unterwegs sind. Die trotz der harten Arbeit der Seeleute beschauliche Atmosphäre wirkt auf mich entschleunigend und der Anblick ist je nach Tide und den dort liegenden Booten immer wieder anders.

Aufnahme:
Sony Alpha 6000, ISO 500, f/4.0, 1/2500 s, 90mm
abgesehen von einer minimalen Korrektur im linken unteren Bildbereich (Entfernung einer kleinen Mauerkante) erfolgte keinerlei Bildbearbeitung.

Elbphilharmonie Plaza – Heinz Peter Ragge

Es gibt viele Lieblingsplätze. Für mich ist es Hamburg, die schönste Stadt. Der Aufnahmestandort ist die Elbphilharmonie Plaza.

Kindheitserinnerungen – Robert Plattner

Das Bild zeigt die kleine, auf einer Halbinsel gelegene Kirche Maria Wörth im Wörthersee in Kärnten. Mein Vater stammt aus Klagenfurt, und so sind wir früher in den Ferien regelmäßig dorthin gefahren. Einer der markanten Punkte, nach denen ich jedes Jahr bei der Anreise Ausschau gehalten habe, ist diese kleine Kirche.
Die Gegend steckt für mich voller Erinnerungen, und auch heute zieht es uns immer wieder nach Kärnten. Da wir dort Freunde haben, lernen wir immer noch Neues kennen, z. T. sind dies Insider-Tipps, die in keinem Reiseführer stehen. Daneben gibt es aber all die Plätze und Gegenden, die ich damals mit meinen Eltern und Großeltern besucht habe.
Einer davon ist Maria Wörth, die Kirche auf dem Foto. Ein Ritual in jedem Urlaub ist es für uns, zum Sonnenuntergang dorthin zu fahren. Wenn es abends dämmerig wird, die ganzen Touristen beim Abendessen sitzen und es ruhig wird, ist es

ein ganz  besonderes Erlebnis unterhalb der Kirche am Wasser zu sitzen, das Plätschern der Wellen zu hören und die Ruhe zu genießen.
Das Foto ist auf der Fahrt dorthin vom Südufer aus entstanden und zeigt sehr schön die Abendstimmung am See.

Rast und Bleibe – Steffi Gabor

Hier auf der Nürnberger Hütte im Stubaital. Die Freiheit, die Entschleunigung, die Neugierde, wie weit kann ich gucken, was ist hinter dem Berg? Entfernt von der Hektik des Alltags. Einfach wandern, sich in der/durch die Natur bewegen, Rast einlegen & genießen im Hier & Jetzt. Wieviel braucht´s im Leben?: Es muss in einen Rucksack passen 🙂.

Laatzen Leinemasch – Jürgen Hans 

Ich habe nicht DEN einen Lieblingsplatz. Meine Lieblingsplätze entstehen situativ und spontan.

Meist sind es Plätze in der Natur, behagliche Wärme – oder auch Schattenplätze, wenn es hochsommerlich warm ist.

Oft ist auch Wasser im Spiel, aber all diesen Orten ist gemeinsam, dass sie mich magisch anziehen und zum Bleiben einladen.

Was kann es Besseres geben, als überall Wohlfühlorte zu vorzufinden!?

Unsere kleine grüne Freiheit – Alexandra Steckmann

Mein Lieblingsplatz ist gleich ein doppelter:
Einmal unser Minicamper – auch Froschkönig genannt, wegen der grünen Farbe – und dann der Platz an unseren Lieblingsteichen in Giften bei Sarstedt.

Eingefangen habe ich das Foto an einem Wintertag im Dezember 2022.Das etwas trübe Wetter tut meiner Stimmung keinen Abbruch, denn es bedeutet nur, das ich jederzeit fast überall hinfahren, dort anhalten, die Gegend erkunden und mich trotzdem bei Bedarf zurückziehen und ein Buch lesen, Musik hören oder auch eine Kleinigkeit kochen kann.
Besonders ist für mich diese Stelle an den Teichen, denn hier kommen wir schon sehr lange zu jeder Jahreszeit her, lange bevor wir den Froschkönig hatten. Mit ihm können wir nach unserem Spaziergang im Winter noch einen Augenblick verweilen, einen heißen Tee und einen Keks genießen und dabei den Spaziergängern aus dem Inneren zuschauen. Im Sommer können wir uns zum Baden dort umziehen oder auch mal zu einem Nickerchen im Schatten zurückziehen, bevor wir dann am Abend den Grill anschmeißen und mit Freunden den Tag ausklingen lassen. Für uns einfach eine kleine Auszeit mitten im Alltag, die jederzeit gut erreichbar ist.
Das Foto stimmt mich immer fröhlich und erinnert mich an viele schon erlebte Abenteuer, aber auch an weitere Touren, bei denen wir uns einfach treiben lassen und die nicht immer ein festes Ziel haben müssen.
Aufgenommen mit: Sony Alpha 7 III – Brennweite 28 mm – Blende F/3,5 – Belichtungszeit 1/50 Sek – ISO 100

Hängematte – Stefan Oberhauser

Die Hängematte ist für mich der Inbegriff für Urlaub.

Sie ist leicht und handlich und findet daher bei mir immer Platz im Reisegepäck.

Da wo es schön ist und es zwei Bäume gibt, ist sie schnell angebracht.

Auch wenn es heiß ist, dann meist im Schatten, lässt sich die Seele darin baumeln

und je nachdem wo, der Blick in die Ferne übers Meer schweifen.

Entstanden ist das Foto in Kroatien auf der Insel Murter.

Bei strahlend blauem Himmel, unter Olivenbäumen, mit Blick aufs Meer,

einem guten Buch und einem kühlen Bier, was braucht man mehr.

Noch mehr Meer – Tina Bobbert

Dieses Foto ist in den Dünen von Dänemark nicht weit entfernt von dem Leuchtturm „Lyngvig“ in Hvide Sande entstanden. Dort fühle ich mich wohl und kann immer so gut meine Seele baumeln lassen. Dieser Platz steht stellvertretend für die Nordseeküste mit ihren langen, breiten Stränden in Dänemark.
Ich sitze in den Dünen, schaue aufs Meer hinaus, lass mir den Wind durch die Haare wehen und tanke neue Kraft. Dort fühle ich innere Ruhe und Entspannung.
Der Tag neigt sich dem Ende, welches die zarten Farben der untergehenden Sonne in den Wolken bezeugen. Die Tage kommen und gehen sowie die Wellen im Meer.
Dieses Foto wurde mit einer Canon EOS 750D kurz vor der Dämmerung, im November, aufgenommen.

Unter vollen Segeln – Kurt Wartenberg

An Bord des alten Lastenseglers durch die Kieler Bucht zu gleiten, ist
für mich pure Entspannung.

Spieltisch Orgel St. Martin Seelze – Christoph Slaby

Warum die Orgel als Lieblingsplatz? Die Antwort ist einfach. Wenn man mit einer Frau verheiratet ist, möchte man mit ihr auch Zeit verbringen, besonders wenn sie die wahre Liebe ist. So ist es auch mit der Musik und auch in diesem Fall mit der Orgel. Viele Menschen, die sich mit Musik „angesteckt“ haben, ist sie dann wie eine lebenslange Begleiterin. Und die Königin der Instrumente? Bei ihr auf der Bank zu sitzen und mit der „großen Dame“ zu flirten; zarte Töne entlocken, leise und laut sich unterhalten, streiten, lieben, küssen und im wahren Sinne des Wortes betasten. Was für ein wunderbares Gefühl.

Das Bild habe ich bei Tageslicht gemacht mit dazu eingeschalteter Kirchenbeleuchtung.

Dank einer Spende eines reichen Seelzer Bürgers konnte im Jahr 1777 diese Orgel mit 2 Manualen und Pedal in St. Martin in Seelze gebaut werden. Sie wurde bis heute 3 mal umgebaut unter Bewahrung des alten Gehäuses. Ob der Spieltisch selbst bei den Umbauten verändert bzw. durch einen Neuen ersetzt wurde ist nicht bekannt. Die Orgel hat jetzt 28 Register mit 1776 klingenden Pfeifen. Die gute Raumakustik unterstützt den wunderbar weichen und runden Klang des Instruments.

Mein Lieblingsplatz – Mein Fahrradsattel | Erwin Marquard

Mit meinem Fahrrad bin ich sehr gern in abwechslungsreicher Landschaft unterwegs. Der Sattel ist mein Lieblingsplatz. Von hier aus genieße ich Farben und Formen, Geräusche und Gerüche, Licht und Schatten sowie Kontakte zu Mensch und Tier.

Malplatz – Dörte Labudda 

Auf meinem Foto ist mein Kreativ-Platz bei mir zu Hause zu sehen.

Er ist herrlich schnell zu erreichen und ich kann dort hin, wann immer mir danach ist.
Hier kann ich dann innerhalb von Sekunden in eine andere Welt eintauchen und so lange bleiben, wie ich mag.

Das Foto ist eher zufällig entstanden und erst danach ist mir bewusst geworden, dass dies einer meiner allerliebsten Plätze ist.

Die Aufnahme ist nicht bearbeitet, da sie den Platz einfach so abbildet, wie er nun einmal ist.

Meine Lieblingsbank an der Algarve – Andreas Wilkening

Jeden Morgen zum Sonnenaufgang habe ich hier an der Algarve gesessen und die tollen Farben genossen.

Im heimischen Buchenwald – Anne Marquard

Frühling im Buchenwald, eine der schönsten Zeiten hier: es duftet nach frischer Erde, die Vögel zwitschern, wärmendes Sonnenlicht durchleuchtet die zartgrünen Blätter. Nach einem langen „grau-braunen“ Winter genieße ich diese Jahreszeit ganz besonders.

Mein Foto habe ich an einem Tag im Mai auf dem „Mühlensteig“ bei Porta Westfalica aufgenommen. Das gewählte Panorama-Format betont zusammen mit der gelb-grünen Farbstimmung die beruhigende und entspannende Wirkung, die Wälder auf mich ausüben.